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Traditionelle chinesische Medizin



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Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist eine der ältesten, ständig praktizierten Wissenschaften der Welt. Erste frühgeschichtlich geschriebene Werke über diese chinesische Heilkunst werden 2500 Jahre zurückdatiert. Zweifellos ist sie aber noch älter. Nach Schätzungen von Wissenschaftlern ist TCM mindestens 5000 Jahre alt.

Schon früh entdeckten die Chinesen, dass zu allen Teilen des menschlichen Körpers Energie (Chi/Qi) fließt. Ihren Weg nimmt diese Energie über unsichtbare Kanäle, die sich direkt unter der Haut befinden. Diese Energiekanäle werden als Meridiane bezeichnet. Liegt eine Störung des Energieflusses entlang des Meridiansystems vor, kommt es zu Gesundheitsproblemen. Gleich, wie die Symptome des erkrankten Menschen sind, es gilt den gestörten Energiefluss zu normalisieren. Die TCM erkennt also in der Störung des Energieflusses die einzige Ursache für die meisten Gesundheitsprobleme. Der Mensch wird in der TCM als komplexe Einheit betrachtet. Zwischen den inneren Organen, den Sinnesorganen und anderen Körpergeweben, wie Haut, Muskeln und Knochen besteht nach Auffassung der TCM eine Wechselbeziehung. Die einzelnen Organe stehen in direkter Verbindung zueinander und unterstützen sich in ihrer Funktion. Andererseits hemmen sich die Organe auch gegenseitig, da sie unter anderem die Mitwirkung anderer Organe und deren Energien beanspruchen, um eigene Aufgaben zu erfüllen.

Gerät das körperliche Gleichgewicht durch eine Erkrankung ins Wanken, leidet nicht nur ein Organ, auch andere Organe können in Mitleidenschaft gezogen werden.

TCM ist keine Volksmedizin wie wir sie im Westen kennen. Sie ist eher ein kompliziertes und präzises System von Gesundheitsvorsorge. Durch maßvolles Verhalten kann den gesundheitsschädlichen Einflüssen entgegengewirkt werden. Die wichtigsten Punkte sind:

01. psychisches Gleichgewicht
02. körperliches Training
03. geregeltes Alltagsleben
04. gesunde Ernährung
05. frühzeitige Krankheitsbehandlung

Über Generationen haben Chinas gelehrte Theorien, Erfahrungen und Beobachtungen vom menschlichen Körper gemacht, um dessen Geheimnisse zu verstehen, und diese an die heutige Generation überliefert. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es schon die gewaltige Anzahl von 30-40.000 Büchern, die die Theorie der TCM beschrieben.

Heute kommen noch Tausende von Texten und Artikeln die in Asien, Amerika und Europa geschrieben worden sind hinzu. Sicherlich werden neue Erkenntnisse durch umfangreiche Forschungen und klinische Erfahrungen der heutigen Praktiker diese Zahl in den nächsten Jahren noch drastisch erhöhen.

Die Verbindung von Mensch und Natur
Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt der TCM ist die Verbindung von Mensch und Natur. Von alters her sahen die Chinesen eine Verbindung zwischen dem Menschen und dem allumfassenden Kosmos. Der menschliche Organismus war für sie ein verkleinertes Abbild des Weltalls. Die Natur als Makrokosmos und der Mensch als Mikrokosmos folgen nach ihrer Auffassung den gleichen Gesetzen. Die Vorgänge, die sich im menschlichen Organismus abspielen und oft durch Krankheiten sichtbar werden, sind eng mit dem Wechsel der fünf Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser) verknüpft.

Ying und Yang in der TCM
Ying und Yang sind sowohl in der Natur als auch im Organismus zu finden. Zusammen stellen diese beiden gegensätzlichen Energieformen eine Urenergie dar und halten gemeinsam ein Gleichgewicht aufrecht. Sie wirken auch im Menschen, sodass dieser in direkter Verbindung zur Natur steht. Die Harmonie zwischen den beiden Kräften wird durch die durch den Körper fließende Energie aufrechterhalten. Wird beim Menschen dieser Energiefluss an einer Stelle blockiert, dann ist das Gleichgewicht des Körpers gestört und die Folge ist eine Erkrankung. Auch ein Überfluss oder ein Mangel dieser beiden Energien verändert die Energiezirkulation. Die dann auftretende Krankheit ist immer ein Ausdruck des gestörten Energiegleichgewichts.

Meridiane
In der TCM gibt es 12 Hauptmeridiane. Die 6 Yang-Meridiane, die von oben nach unten ziehen oder vom Himmel zur Erde, und die 6 Yin-Meridiane, die von unten nach oben oder von der Erde zum Himmel verlaufen. Diese Meridiane haben unterschiedliche Längen und verschiedene besonders hervortretende Punkte. Diese 12 Hauptmeridiane sind die wichtigsten Energiebahnen. Außerdem gibt es 8 Sondermeridiane und eine Reihe von Nebenmeridianen, durch die alle anderen Meridiane in Verbindung stehen.

Die Energieströmung der Hohlorgane Magen, Dünn- und Dickdarm, Gallenblase, Harnblase werden Yang zugeordnet, da diese Organe mit der Umwelt in Verbindung stehen und aktive Energie produzieren. Durch die Yang-Meridiane wird der Kopf mit den Händen und Füßen verbunden. Von den Speicherorganen Lunge, Herz, Milz, Leber und Nieren gehen die anderen 6 Hauptleitungen aus und werden als Yin-Meridiane bezeichnet. Diese Meridiane strömen vom Brustkorb zu den oberen oder unteren Gliedmaßen. Im Ganzen gesehen ist das gesamte Meridiansystem Yang zuzuordnen, da es im Vergleich zum Organsystem oberflächlicher liegt. Alle Hauptmeridiane sind spiegelbildlich auf der rechten und linken Köperseite angeordnet. Es gibt eine äußere Bahn an der Körperoberfläche und eine innere Leitung die zum Organ führt. Nach diesem ist der Meridian benannt.

© Ali Ol / Björn Henke
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