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Löwen

in China



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Überall in China wimmelt es von den Abbildungen von Löwen. Paare von Stein- oder Metalllöwen schmücken jedes denkbare Geschäft, Haus, Hauptstraße und Seitenstraße. Sogar im Westen sind diese Abbildungen geläufig. Doch Löwen sind in China nicht einheimisch. Was sind die Ursprünge von Chinas Vernarrtheit in ein selten gesehenes Tier aus einem fernen Land?

Frühe Kontakte mit westlichen Ländern wie Afrika und Westasien zu Zeiten der östlichen Han Dynastie mögen den Löwen als Geschenk für die Herrscherhäuser nach China gebracht haben. Vom König von Persien ist bekannt, dass er solch ein Geschenk dem Kaiser Zhang im Jahr 87 n. Chr. überreicht hat. Der Löwe wurde schnell zu einem Symbol von Macht. In China sieht man oft Paare von Wächterlöwenstatuen - ein Weibchen und ein Männchen. Der männliche Löwe sitzt links von der Frau und die Augen beider Löwen sind auf die Passage zwischen ihnen gerichtet.

Die rechte vordere Pfote des männlichen Löwen ruht auf einem Ball, der die Einheit des Imperiums darstellt. Die linke Pfote der Löwin streichelt ein Jungen Löwen, das den prächtig gedeihenden Nachwuchs symbolisiert. Bälle aus Stein, die sie in ihren Mündern haben, stellen Perlen von Reinheit und Vollkommenheit dar. Beide Löwen bieten jenen, die passieren, strenge, aber königliche Antlitze dar. Schon bald, nachdem der Löwe als ein Symbol der Macht den Einzug in die Herrscherhäuser begonnen hatte, schmückte er auch die Eingänge zu den Häusern der hohen Beamten des Hofes. Obwohl nicht nur dem Herrschaftshaus vorbehalten, beschützten Löwen mit 13 Locken in ihrer Mähne ursprünglich nur die Häuser der höchstdekorierten Offiziellen. Rangniederen Beamten wurden lediglich kleine Löwen mit bis zu sieben Locken in der Mähne erlaubt. Ein Paar von wunderbaren Bronzelöwen beschützt noch heute den Eingang zu einem der Paläste der verbotenen Stadt. Ein anderes bekanntes Beispiel ist die Marco Polo Brücke in der Nähe von Peking. Am oberen Ende seiner 501 Steingeländer finden sich Löwen in verschiedener Größe und Pose. Nahe Zheng Zhou schmücken Löwen an dem selten besuchten, aber makellos erhaltenen Tempel von Guan Gung die Pfostenköpfe entlang des Innenhofganges. Die frühesten Löwenskulpturen in China dürften zu der Zeit der Einführung des Buddhismus in China zu Beginn der östlichen Han-Dynastie (25-220 n. Chr.) erbaut worden sein.

Der Changzhou Löwe, gegossen 953 n. Chr., ist 5,4 Meter hoch und wiegt 50 Tonnen.

Diese Abbildung ist das größte bekannte massiv gegossene Stück Eisen der Welt. Übertroffen lediglich noch von dem Drachen, wird der Löwe als ein göttliches Tier voller Würde und Erhabenheit betrachtet, der in der Lage ist, das Böse abzuwehren und die Reinheit zu bewahren. Man findet ihn als Bewacher an Eingängen zu Palästen, Häusern und heiligen Gebäuden. Heutzutage erstreckt sich sein Schutz auch auf Geschäfte, Restaurants und Banken. Vielleicht kamen der Buddhismus und der Löwe nur zufällig vor langer Zeit gemeinsam aus dem Westen. Aber durch die Synergie dieses Zufalls behauptet der Löwe immer noch sein hohes Ansehen und beschützt jetzt Häuser und Geschäfte auf allen Kontinenten und in allen Kulturen.

© Ali Ol / Björn Henke
Kung-Fu WebMag /
German Chow Gar Association / VFCK



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