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in Manila/Chinatown



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Von allen Chinatowns in der ganzen Welt ist das in Manila wohl eines der hässlichsten. Die Strassenschluchten des Viertels sind eng und der Verkehr staut sich den ganzen Tag lang. Für die Menschen gibt es keine richtigen Bürgersteige. Zwischen den alten Gebäuden werden immer neuere Hochhäuser in den Himmel gebaut. Hier findet man auch die typischen Touristenshops wo man sich kleine Buddhas, Jadefiguren und allerlei Schmuck erwerben kann. Der Großteil der hier lebenden Chinesen kommt aus Fukkien, die auch ihren typischen Fukkiendialekt sprechen. Hier haben viele Chinesen Ihre Familiengeschäfte aufgebaut. So gibt viele kleine Handwerkgeschäfte wie Tischler, Schmiede, Fleischer, Bäcker sowie Bauwarenshops und unzählige Restaurants. Natürlich findet man auch mehrere buddhistische und taoistische Tempel und in den engen Strassen gibt es auch Kung-Fu Schulen, diese allerdings kann man von aussen kaum erkennen. Ohne Kontakte sind diese auch schwer zu finden. In früheren zeiten wurden neue Schueler nur mit Empfehlungen aufgenommen. Die meisten Schule akzeptiern sogar heute noch nur Chinesen. Enige wenige Schulen allerdings sind da mittlerweile offener.

Seit ca. zwei Jahren rumort es in Chinatown, da es ein Ausländer aus Deutschland gibt, der Kung-Fu Unterrichtet. Erstaunlich schnell wurde der neue Kung-Fu Lehrer von den einheimischen Lehrern akzeptiert. Ein wesentlicher Grund für die Akzeptanz ist sicherlich das er von vielen Sifus als Freund bezeichnet wird und das er etwas wie Hoffnung für die heimischen Lehrer ausstrahlt, die das traditionelle Kung-Fu am Leben erhalten und wiederbeleben wollen.



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Der Hung Kuen Lehrer aus Deutschland ist Frank Bolte. Als er 2006 auf die Philippinen zog, hatte er überhaupt nicht die Vorstellung dort zu unterrichten. Noch keine 2 Monate dort wurde er von Sifu Arnold eingeladen an der Chi Ching Wushu Association das Hung Gar Kuen zu unterrichten. In Sifu Arnolds Schule wird hauptsächlich 7 Star Mantis unterrichtet. Da er sehr viele Schüler hatte, war es auch eine Erleichterung und gute Ergänzung, dass Frank Bolte dort das Hung Kuen unterrichtete. So fing er an Trainingspläne zu entwerfen. Hauptsächlich die Basistechniken wie Stände, Da Saam Sing (Abhärtungstechniken), Basisschläge und Blöcke, sowie die Mui Fah Kuen Form mit Anwendungen waren die Anfänge des deutschen Kung-Fu Trainers. So muss man auch wissen, dass auf den Philippinen englisch die Amtssprache ist und dass fast jeder fließend englisch spricht. Es gab also niemals Verständigungsprobleme im Trainingsbetrieb. Frank Bolte unterrichtete dort ca. 8 Monate und irgendwann stellte er fest das zwischen den Mantisschülern und seinen Hung Gar Schülern eine Art Rivalität aufkam. Das war für ihn der Grund sofort das Training einzustellen. Da er ja Gastlehrer war, wollte er aufkommende größere Streitigkeiten vermeiden und verlies die Schule. Einige der Schüler allerdings wollten ihm folgen und weiterhin das Hung Kuen lernen. Trotz des Weggangs einiger Schüler sind Frank Bolte und Sifu Arnold noch immer Freunde bis zum Heutigen tage. Im März 2007 gründete Frank Bolte die Lau Family Hung Boxing Association auf den Philippinen. Anfangs unterrichtete er in seiner Küche und zog später in einem 30qm großen Raum um. Kurze Zeit später lernte den bekannten Sifu Henry Lo von der Kong Han Athletic Club kennen. Diese Kung-Fu Schule wurde 1937 gegründet und hat eine lange Tradition. Sifu Lo bot dem deutschen seinen Club für das Training an, da dieser kaum benutzt wurde. Mittlerweile wohnt Frank Bolte in einer schönen Wohnung im selben Gebäude. Heute hat Frank Bolte viele Chinesen und Filipinos als Schüler sowie einige Schüler aus dem Ausland. Sein Training läuft ähnlich ab wie bei seinem Sifu in Hongkong. Solide Stände und kräftige Brückenhände werden antrainiert und zeitgleich die richtige Anwendung von Dit Da Jow vermittelt. Nach seiner Meinung braucht man einige Zeit, bis man fähig ist, Kung-Fu anzuwenden und sich damit zu verteidigen. Hat man aber nach intensivem Training einen guten stand, harte und starke Unterarme und einen kräftigen Schlag dann hat man schon eine gute Voraussetzung um sich im Notfall zu verteidigen zu können. Es vergehen mindestens 3 Monate bis seine Schüler die erste Form erlernen. Diese 3 Monate zeigen ihm auch ob der Schüler den Willen hat und die Geduld. Danach lernen seine Schüler die Mui Fah Kuen Form und eine kurze Basis Langstockform. Der Stock schult den Studenten sein Ging zu finden. Und erst wenn sie diese Formen und Basistechniken verstanden haben beginnen sie mit der Gung Ji Fuk Fu Kuen Form.



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Auf den Philippinen gibt es viel Armut und manche von Frank Boltes Schülern bezahlt nichts für das Training. Einige andere bezahlen nach ihren Eigenen ermessen. Er unterrichte Kung-Fu aus ideologischen Gründen weil es ihm sehr viel an Lebensqualität gegeben hat. Regelmäßig fliegt er noch nach Hongkong, um bei seinem Sifu weiter und mehr zu lernen. Für Frank Bolte geht es nicht darum so viele Formen wie möglich zu lernen, obwohl er von seinem Sifu das komplette Hung Gar System gelernt hat, es geht darum von der großen Wissensquelle seines Sifus zu schöpfen und dann die Werte des traditionelles Kung-Fu zu promoten.

© Frank Bolte
Hung Gar Kung-Fu / VFCK



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