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Die Techniken

des Choy Lay Fut



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Viele Kampfkünstler und Außenstehende sehen das Choy Lay Fut Kung-Fu als ein System an, dass in einem Kreis angreift. Wenn wir uns die Formen anschauen, sieht es auch tatsächlich so aus! Daher kritisieren viele dieses System und können sich nicht vorstellen, dass es effektiv im Kampf eingesetzt werden kann, da es für unser Auge zu offen ist und zu viele Eingänge zu bieten hat. Für die meisten Kampfkünstler gibt es nur eine gerade Linie ins Ziel, das ist die schnellste und einfachste Lösung – von A nach B auf der kürzesten Strecke. Daher haben unserer Meinung nach solche Systeme den Vorrang, da sie für uns effektiver aussehen. Die kurze Strecke von A nach B hat natürlich jedes Kung-Fu System und es wäre lächerlich zu behaupten es würde sie nicht anwenden. Darunter fällt natürlich auch das Choy Lay Fut Kung-Fu.

Im Choy Lay Fut Kung-Fu sind es die verschiedenen Kraftenergien (Jing) oder Prinzipien, die man versucht zu erlernen. Für die meisten Menschen ist es einfacher ein System zu erlernen, dass kräftige und anspannende Techniken ausführt. Daher ist es ja für viele von uns auch so schwer sich zu entspannen. Wenn wir vorher ein, sozusagen, hartes System gelernt haben, ist es schwieriger daraufhin ein weiches System zu erlernen. Umgekehrt ist es viel einfacher, also von einem weichen zu einem harten System zu gehen, da wir schon ein Verständnis für Entspannung und Weichheit entwickelt haben. Spannen wir unseren Körper in einer Technik zu hart an, entsteht ein Rahmen. Ein Rahmen bewegt sich als ein Ganzes, d. h. wird ein Teil des Rahmens gestoßen, bewegt sich natürlich der gesamte Rahmen, also der gesamte Körper. Unser Körper kann also leichter entwurzelt werden. Daher versucht man im Choy Lay Fut Kung-Fu diesen Nachteil auszugleichen, indem die Schüler lange und kreisförmige Techniken üben, um die gesamte Schulter-/Rückenpartie und Taille zu entspannen und zu strecken. Dadurch werden die Arme später wie eine Kette, die geschwungen wird. Entspannung lässt uns schneller und kräftiger schlagen, da die Faust mit hoher Geschwindigkeit ihr Ziel findet.

Chan Heung, der Begründer des Choy Lay Fut Kung-Fu, verglich die südlichen Hauptsysteme (Hung, Choy, Mok, Lau und Lei) des Boxens und fand heraus, das viele Systeme die Reiterstellung (Sei Ping Da Ma) als Aufbau bevorzugten. Er sah aber den Nachteil darin, dass die Stellungen zwar fest und kräftig wurden, aber die Fußarbeit und die Taille für den Kampf zu unflexibel waren. Daher entwickelte er die 5 Räder Form (Ng Lun Ma) um diesen Nachteil abzubauen. Zu seiner Zeit war er der Erste, der eine Form entwickelte, die sich nur mit den Stellungen beziehungsweise mit Körpermechaniken befasste.

Wir sollten also nicht nur auf die Form achten. Es ist nicht die äußere Form, die uns effektiv kämpfen lässt. Eine Form ist nur der Ausdruck unserer physikalischen Fähigkeiten. Oberflächlich! Wenn wir ein bisschen Körperbewusstsein haben, ist es einfach eine Form zu erlernen. Wir müssen aber natürlich die Prinzipien verstehen und umsetzen, um unsere Formen und Techniken effektiv anwenden zu können. Vergessen wir also nicht, dass ein Mensch hinter einem System steht und dieser Mensch diese Prinzipien ausführt und umsetzt. Und wenn diese Person kein Verständnis für diese Prinzipien entwickeln kann, nützt uns das beste Kung-Fu System nichts. Und da hilft auch keine Werbung in den Medien, wie tödlich ein System A oder B sein kann!

Wir sollten also als Beobachter erst verstehen, was die Prinzipien eines Systems bedeuten, bevor wir unser Auge entscheiden lassen. Machen wir nicht dasselbe, wenn wir eine Hi-Fi Anlage kaufen wollen? Äußerlich können wir nicht erkennen, was sie zu bieten hat. Wir lesen also Vergleichstests über die Vor- und Nachteile, oder lassen uns beraten, um herauszufinden, ob sie unseren Bedürfnissen entspricht. Im Kung-Fu scheint für viele Menschen immer noch die äußere Erscheinung wichtiger zu sein.

Kurze Darstellung und Grundlagen im Choy Lay Fut Kung-Fu

Der Ursprung dieses Systems liegt ca. 170 Jahre zurück, als der Gründer des Choy Lay Fut die stärksten Punkte dreier Schulen (Choy, Lay und Fut/Buddha) vereinte. Er unterzog sich den Übungen, gruppierte seine Erfahrungen und kombinierte, was er in seinen Jahren des Übens gelernt hatte. Daraus entstanden

Chuen, Na, Kwa, Sou, Chaap, Pao, Kap, Biu, Deng, Jong,
die, als die 10 Fertigkeiten (Sap Guet) bezeichnet werden und für Jung (senkrecht) die Ideologie oder Ideenlehre stehen.

Yam/Yeung – Yin und Yang
Gong/Yauh – hart und weich,
Heui/Saht – leer und voll,
Tau/Lau – entwenden und gleiten,
Lihn/Waan – verbinden und kreisen,

etc. ist der Weg des Geistes (Methode des Boxens) und steht für Waang (waagerecht). Jung und Waang sind das Gerüst der Techniken und das Gerüst wurde ein neues System im Boxen. Jede Faustform beinhaltet ein oder zwei dieser Fertigkeiten, wie z. B. Chuen Na Hand (zuerst Chuen, danach folgt Na), Jeung – Handfläche (zuerst Kap danach folgt Deng oder Na) usw.



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Charakteristik
Die Charakteristik dieses Boxens ist standhaft wie ein erhabener Berg, die Bewegungen wie ein Tiger und Leopard, geschmeidig wie ein Drache, Härte und Weiche werden verbunden und die Handtechniken verwenden viele Kreise. Die Fußarbeit ist, wie eine Schlange die auf dem Boden kriecht, flink wie eine Maus und wie ein Leopard der zum Sprung ansetzt.

Die Energie entwickelt sich aus der Stellung und der Taille, passiert den Arm und setzt sich durch den Ellenbogen bis in die Faust fort. Um mit dem Arm geschickt umgehen zu können, setzt die Bewegung die Drehung der Taille voraus. Die Schulter muss entspannt und die Taille beweglich sein, der Körper aufrecht und die Stellung stabil. Basierend auf die Drehung der Taille sendet die Hand den Schlag heraus. Es wird speziell Wert auf den Umfang der Bewegung gelegt, da der Bewegungsumfang ein Fundament für Angriff und Verteidigung ist. In der Übung wird die Stellung tief und in der Anwendung hoch ausgeführt. Die Handtechniken werden weit reichend ausgeführt. Für die Grundlage ist es sehr wichtig, dass die Taille sich explodierend dreht, aus der entspannten Taille entsteht Energie, die Arme drehen wie ein Kreisel, die Arme sind das Seil, die Taille und die Stellung sind die Hand, die das Seil halten.

© Michael Punschke
Fongs Kung-Fu Schule / VFCK



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