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Sanda in Deutschland



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Bereits im Februar 2005 nahm die Wushu-Sanda-Organisation-Deutschland (kurz: WSOD) als Bundesfachverband für Sanda und MMA-Methodik ihre Arbeit, das Sanda als in Deutschland als ernstzunehmende Wettkampfsportart zu verbreiten, auf. Erklärtes Ziel war und ist es die bestehende deutsche Vollkontakt-Szene aller Bereiche um drei Disziplinen um den Bereich Sanda sinnvoll zu erweitern und allen Kung-Fu Schülern eine Plattform zu bieten ihre Kunst unter Wettkampfbedingungen zu erproben.

Sanda ist heutzutage eine sportliche Wettkampfdisziplin, die einen direkten Zweikampf zwischen zwei Athleten zum Inhalt hat, bei dem Arme, Beine und der Oberkörper zum Schlagen, Treten und Werfen eingesetzt werden dürfen. Die historische Nähe zum Kung-Fu rührt aus dem jahrhundertealten Leitai (擂臺), was wiederum Duellkämpfe ohne Schutzausrüstung betraf, die teilweise bis zum bitteren Tode geführt wurden. Leitai bezeichnet dabei die Kampffläche, auf der früher gekämpft wurde und die eine Größe von ungefähr 10m mal 10m bei einer Höhe von 2,5m hatte. Leitai war in damaliger Zeit ein auch ein Mittel sein Kung-Fu unter realen Bedingungen zu testen und seinen Kampfstil somit ggf. zu verbessern. Machen wir uns nichts vor, nur wer kämpf lernt kämpfen, nur wer ständig darum bemüht ist seine eigene Kampfkunst zu hinterfragen und mit anderen Kampfkünsten zu vergleichen wird dem Ziel seine eigene zur Perfektion bringen ein Stück näher kommen.

Das Sanda als Wettkampfsportart fristete bislang in Deutschland ein sehr überschaubares Dasein. Ohne erkennbare Strukturen und einheitliche Regelwerke war es für interessierte Kung-Fu Schüler schwierig die eigene Kampffähigkeit zu testen. Dies zu ändern und den sportlichen Vergleich zwischen Schülern von Kung-Fu Systemen und anderen Kampfkünsten, unter möglichst realen Bedingungen, zu fördern ist eine der großen Bemühungen der Wushu-Sanda-Organisation-Deutschland.

Sinnvolle Regelwerke schaffen
Die Etablierung verschiedener Wettkampfdisziplinen mit gut durchdachten Regelwerken unter dem Oberbegriff Sanda, die es dem Kung Fu Praktizierenden ermöglichen, sich und seine, zum Teil systembedingten, individuellen Techniken unter "harten" Bedingungen im Training und im Wettkampf gegen unterschiedliche Gegner jedweder Couleur zu erproben war ein Primärziel der anfänglichen Bemühungen der WSOD.

Die Kombination aus langer Erfahrungen im Wettkampf in jeder Ausprägung von Vollkontaktsportarten, vielen realen Tests im Training und den Vergleichen mit bestehenden Regelwerken, brachte nun drei komplett neue Regelwerke für das Sanda heraus. Unter der Grundvoraussetzung die kämpferische Freiheit so wenig wie möglich einzuschränken wurden drei Disziplinen entworfen, die dem Anfänger sowie dem Profi bestmöglichen Schutz der Gesundheit geben. In Zukunft wird auf Turnieren und Meisterschaften der WSOD in drei Disziplinen gestartet werden: Sanda-Lightcontact, Sanda-Fullcontact und Sanda-Freefight.

Alle Veranstaltungen der WSOD sind international, verbands- und systemoffen. Es werden grundsätzlich alle Kämpfer akzeptiert, die sich an die Regelwerke halten. Es finden keine Meisterschaften im kleinen und handverlesenen Kreis traditioneller Schulen oder Verbände statt, sondern wirkliche Vergleichsturniere mit Sportlern aller Kampfkunstrichtungen. Nur so wird es auch möglich sein ein, auf längere Frist gesehen, konkurrenzfähiges Sanda Nationalteam für Deutschland aufzubauen.

Ende Mai 2005 sind wir mit einem Dreimannteam plus zwei Betreuer zu einem Profivergleichskampf "China vs. Deutschland" nach China geflogen. Laut offizieller Aussage der dortigen Fernsehanstalt hatten wir in China und Teilen Südostasiens insgesamt eine halbe Milliarde Zuschauer! Da wir aber auf Profiebene innerhalb der Kung-Fu-Szene quasi über keine Kämpfer von internationalem Spitzenformat verfügen, mussten wir auf Kämpfer aus der internationalen Topklasse des Thai- und Kickboxens zurückgreifen. So standen in dem Team für das Schwergewicht Thaiboxweltmeister Yahya Gülay aus Frankfurt, für das Leichtschwergewicht Andre Mewis aus Berlin, der schon Pencak Silat Weltmeister war und als Kyokushinkai- und Box-Profi und auch als Thaiboxer sehr erfolgreich war. Der dritte Mann im Bunde war Isa Topal aus Herne, der im Weltergewicht antrat. Er ist im Thaiboxen der Ranglisten-Erste im Muay-Thai Bund Deutschland gewesen, hat schon K-1 Max gekämpft und ist deutscher Meister in der ICBF im Chinese-Boxing gewesen und hatte als Einziger der Drei eine gewisse Sandaerfahrung.



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Um auch Schülern aus der Kung-Fu-Szene die Möglichkeit zu geben an Ländervergleichkämpfen z. B. gegen China oder Russland teilzunehmen, haben wir eine Kämpferausbildung entwickelt, die dem Athleten die nötigen Werkzeuge zur Verfügung stellt, auf internationalem Parkett zu bestehen. Ein fairer Algorithmus innerhalb einer mathematisch aufgewerteten Rangliste wird hier später als Hauptauswahlkriterium dienen. Es hat also jeder Kämpfer die Chance durch harte Arbeit ins Nationalteam zu rücken und für Deutschland im Sanda zu kämpfen. Die WSOD-Kämpferausbildung lässt dem Athleten genug Spielraum für Stilspezifische im Kung-Fu Training erworbenen individuellen Fähigkeiten. Traditionelle Kunst mit moderner Wettkampfmethodik sinnvoll zu ergänzen ist hier das Ziel. Der Gedanke der MMA-Methodik kommt hier voll zum Tragen. Wenn man z. B. einen Kämpfer des Muay Thai besiegen will, so muss man verstehen, wenigstens in den Grundzügen, wie dessen Kampftaktik aussieht. So werden im Training, unter MMA-Methodik, Techniken und Drills aus allen Bereichen und Distanzen der Kampfkünste trainiert und verinnerlicht, damit im Kampf auf ein möglichst großes Repertoire an Techniken zurückgegriffen werden kann.

Da es in Deutschland in der Kung-Fu-Szene kaum Lehrer gibt, die über ein derart weit reichendes Spektrum an Mitteln verfügen ihre Kämpfer qualitativ auf international konkurrenzfähigem Niveau auszubilden, entwickelte die WSOD im gleichen Zug eine entsprechende Trainerausbildung als Weiterbildungsangebot. Alle Kung-Fu Lehrer in Deutschland sind hiermit eingeladen diese Ausbildung in Workshops kennen zu lernen und sich dort Untereinender auszutauschen. Ein erster Workshop dazu fand bereits im Dezember 2005 in Herne statt an dem Andreas Garski und seine Frau Evelyn (Hung Gar), sowie Christian Kubiak (Qi Xing Tang Lang) teilnahmen. Die Workshops der WSOD werden stets durch erfahrene Referenten, Dozenten und Moderatoren, alle samt Könner ihrer Bereiche, geleitet, sodass eine qualitativ hochwertige Ausbildung immer gewährleistet ist. Eine Übersicht der Inhalte der Trainerausbildung kann auf der Homepage der WSOD heruntergeladen werden.

Das Vorhaben der Wushu-Sanda-Organisation Deutschland steckt derzeit noch in den Kinderschuhen, ist aber kurz davor aus diesen herauszuwachsen. Die unermüdliche Aktivität der Verantwortlichen stellt eine zukunftssichere Plattform zur Verfügung, die alle Kung-Fu Ausübenden einlädt, ihre kämpferischen Fähigkeiten zu verbessern und auf Turnieren mit den Regelwerken der WSOD zu überprüfen. Das ganze Jahr über veranstaltet die WSOD Seminare, Workshops, Meisterschaften und Turniere, die über die gesamte Bundesrepublik verteilt sind.

Es gibt viele Schulen & Klubs, die sich für Sanda interessieren. Bisher fehlte jedoch eine führende Organisation, die Kämpfe in regelmäßiger Folge und einem gut durchdachtem Regelwerk anbietet. Diese Situation hat sich nun ja in diesem Jahr massiv verbessert, seit die Wushu-Sanda-Organisation Deutschland ihre Arbeit aufgenommen hat. In den Folgenden wird es so auch vier Meisterschaften für die deutschen Abschnitte Süd, Nord, Ost und West geben und eine gesamtdeutsche Meisterschaft mit den Qualifikanten der vier Regionsmeisterschaften und den Führenden aus den Ranglistenturnieren.

© Christian Kubiak
Wushu Sanda Organisation



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