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Shaolin Quan Kung-Fu



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Vor mehr als 1.500 Jahren wurde das Kloster Shaolin in der nordchinesischen Provinz Henan am gelben Fluss inmitten des Song Shan Gebirges gegründet. Der damalige Kaiser ließ es errichten für den indischen Mönch Ba Tuo, den er als Berater in ständiger Nähe der Kaiserstadt Luoyang haben und ihm dennoch das asketische Leben eines buddhistischen Mönches ermöglichen wollte.

Jedoch erst mit dem Eintreffen des indischen Mönches Da Mo, besser bekannt als Bodhidharma, wurde das Kloster bekannt und berühmt. Da Mo nutzte Shaolin als Ausgangspunkt zur Verbreitung seiner Auffassung des Buddhismus. Er lehrte die Naturverbundenheit, die Selbstfindung und die Eigenverantwortlichkeit für jegliches Tun, Denken und Sprechen.

Das Shaolinkloster wuchs mehr und mehr und gewann an Popularität und Einfluss. Die Mönche praktizierten nicht nur die Philosophie Da Mo‘s, sie lernten die Medizin des alten Chinas, sie malten und musizierten und forschten in allen Gebieten der damaligen Wissenschaften - und sie übten sich in der Kunst des Kampfes. Über Generationen hinweg lernten sie Selbstverteidigungstechniken und Kampfstrategien des Volkes, testeten sie, tauschten mit anderen Meistern aus, entwickelten weiter und verbanden schließlich diese Kunst mit ihrer Philosophie und den Grundlagen der traditionellen chinesischen Medizin. So entstand das Shaolin Quan Kung-Fu - der Faustkampf der Shaolinmönche.

Die Kunst des Shaolin Quan Kung-Fu ist äußerst komplex und wird strukturiert durch die philosophischen Lehren und Theorien. Die Grundlage dieser Kunst ist die Lehre von Yin und Yang - das Prinzip der zusammengehörigen, sich ständig ergänzenden Gegensätze, die im Shaolin Quan Kung-Fu jederzeit und immer vorhanden sind (weich/hart, tief/hoch, links/rechts).

Wu Bu Quan - das Konzept der fünf Bewegungsrichtungen
Die Lehre der fünf Elemente wird im Shaolin Quan Kung-Fu umgesetzt auf die fünf Bewegungsrichtungen im dreidimensionalen Raum - nach vorne, nach hinten, nach links, nach rechts und zentrieren/harmonisieren. Dies ist das erste wichtige Grundprinzip, das der Shaolinschüler lernt. Jede Aktion und jede Reaktion ist verbunden mit einer Bewegung im Raum, die auf dieses Schema aufbaut. Verbunden mit dem Yin und Yang Konzept bildet diese Bewegungslehre eine äußerst vielseitige Grundlage und den ersten Schritt zur effektiven Selbstverteidigung und damit zur perfekten Kunst des Kampfes. Der Mittelstufenschüler erweitert sein Aktionspotenzial durch die Lehre des Ba Ji Quan - die 8 Richtungen - um die 45° Winkel und nähert sich so mehr und mehr dem Ziel des Shaolin Quan Kung-Fu: das völlig freie, ungebundene Bewegen im dreidimensionalen Raum (als Zeichen hierfür verwendet man in Shaolin den Kreis).



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12 waffenlose Kampfkonzepte & 12 bewaffnete Kampfkonzepte
Eine wesentliche Erleichterung und das wohl markanteste Merkmal einer effektiven Kampfkunst ist das prinzip- und konzeptorientierte Lernen, d. h., es werden keine fest eingefahrenen Reaktionen auf Aktionen gedrillt, sondern vielmehr logische, völlig natürliche und physiologische Bewegungsmuster gelehrt, die in der Stufe der Meisterschaft instinktiv ablaufen und den potenziellen Gegner, ohne ihn übermäßig zu schädigen, effektiv kontrollieren und kampfunfähig machen.

Im Shaolin Quan Kung-Fu kennt man 12 waffenlose Kampfkonzepte und 12 bewaffnete Kampfkonzepte, die der Shaolinschüler erlernt, um gegen jeden potenziellen Angriff zu bestehen. Ziel der komplexen Lehre des Shaolin Quan Kung-Fu ist das Erlernen dieser Konzepte und das Erwerben der Fähigkeit, diese instinktiv im Kampf und Stresssituationen umsetzen zu können.

Ziel ist die Kontrolle über Raum und Zeit
Die Kontrolle des Gegners ist dann erreicht, wenn der Shaolinkämpfer den potenziellen Angreifer sowohl räumlich wie auch zeitlich kontrolliert. Durch das geschickte Ausnutzen des dreidimensionalen Raumes ist der Shaolinkämpfer wortwörtlich "immer einen Schritt voraus"! Der Shaolinkämpfer kann somit jede Aktion seines Gegenüber unterbinden oder geschickt für sich nutzen, sodass der Angreifer tun kann, was er will - es wird stets gegen ihn verwendet. Schlägt er - wird er geschlagen, hebelt er - wird er gehebelt, wirft er - wird er geworfen. Jede Aktion des Angreifers wird erwidert und seine Kraft direkt auf ihn zurückgebracht. Für den Außenstehenden sieht der Kampf aus, als ob der Shaolinkämpfer den Angreifer per Fernsteuerung kontrolliert und ihn mittels eigenem Handeln in kürzester Zeit kampfunfähig macht. Shaolin Quan Kung-Fu ist eine äußerst effektive Kampfkunst - und 1.500 Jahre Forschung, Erprobung und Tradition täuschen sich nicht!

© Christian Kronmüller
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