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Theorie des Kampfes -

im Seven Star Mantis Kung-Fu



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Um für den Kampf vorbereitet zu sein, ist im Tsat Hsing Tong Long sowohl ein internes wie auch externes Training der konstitutionellen Aspekte essenziell.

Dabei wird unterschieden in:
1. Die geistige Energie
Damit ist gemeint, dass die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit geschult werden muss! Dieses wird im Stil durch das Training der Grundtechniken, das Formentraining und auch durch Meditation geübt.

2. Die Atemenergie
Damit ist gemeint, dass gelernt werden muss, den Atem fließen zu lassen, um eine ungünstige Konzentration von Energie zu verhindern! Der Tsat Hsing Tong Long Stil bietet für diesen Zweck eine vollständige Form: die Sab Ba Lohon Chi Gung. Diese Form besteht aus 18 verschiedenen Qi Gong Übungen und dient der Kultivierung der Atemenergie.

3. Die Hände
Die Hände müssen fähig sein, sich in schnellster Weise zu bewegen. Nur die schnellsten Fauststöße sind hilfreich. Dazu dient sowohl ein intensives Grundtechnik- und Formentraining, als auch spezielle Übungen aus den vielen Handformen des Stils.

4. Die Augen
Die Augen müssen fähig sein, den Gegner sicher und ruhig zu fixieren. Aktionen der Hände sind verbunden mit der scharfen Sicht der Augen! Unruhige Augen verursachen einen Verlust der Aufmerksamkeit. Insbesondere beim Formentraining muss auf diesen Punkt geachtet werden! Hier wird die Hand - Auge Koordination immer wieder geübt und verbessert. Im Kampftraining gilt es, das Gelernte erfolgreich anzuwenden.

5. Der Körper
Der Körper muss beweglich und aktiv sein. Ein langsamer Körper kann ungünstige Bewegungen verursachen! Durch viele Körpereinsätze und Rotationsbewegungen in Hüfte und Oberkörper wird dieser Punkt bei Grundtechniken und Formen trainiert. Weiterhin sollte eine gute Gymnastik hier unterstützend eingesetzt werden.

6. Schrittarbeit
Die Schrittarbeit ist maßgeblich daran beteiligt, Vorteile im Kampf rasch und erfolgreich nutzen zu können. Ist die Schrittarbeit nicht akkurat, bedeutet dies den Verlust von Kontrolle sowohl bei Angriff als auch Abwehr! Timing, Distanzgefühl, aber auch schnelle, kraftvolle Vorwärtsbewegungen, alternierend mit geschmeidigen Ausweichmanövern, werden von der ersten Stunde an geübt und immer weiter verbessert! Wichtigster Punkt ist hier die Formenarbeit.

Werden diese 6 Punkte, in allen Bereichen des Trainings (Grundschule, Formentraining, Kampftraining, Atemübungen, Meditation) konsequent beachtet und verbessert, greifen als Nächstes die 10 Prinzipien des offensiven Kampfes. Hierbei handelt es sich nun um Strategien und Verhaltensweisen im Kampf.

01. Oben und unten sollen kontrolliert werden; wenn oben kontrolliert wird, unten angreifen und umgekehrt! Beispiel: Nach einem Scheinangriff zum Kopf mit der Faust folgt ein Lowkick.

02. Zu den Seiten ausweichen; wenn links verteidigt wird, rechts angreifen und umgekehrt!

03. Ohne zu zögern auf den Gegner zugehen und dabei die drei Ebenen (oben, mitte, unten) im Auge behalten. Sodann Angriffen widerstehen, während man selber angreift, selber angreifen während man verteidigt und dann weiter in den Gegner eindringen, während weitere Angriffe des Gegners verhindert werden!

04. Es besteht keine Notwendigkeit zur Verteidigung, wenn nur schnell und vehement genug angegriffen wird.

05. Mit Beinen eine schnelle Schrittarbeit ausführen!

06. Mit einer Mantis Beinarbeit schnelle Angriffe ausführen!

07. Die Augen beobachten, während die Hände ausführen. Dabei ist die geistige Energie (sprich Konzentration) elementar!

08. Einem beweglichen Körper folgen die Füße!

09. Den Gegner verfolgen und den Ansatz seiner Angriffe zerstören!

10. Im Kampf eine Verschmelzung von "geistiger Energie", Atemenergie, Hände, Augen, Körper und Schrittarbeit erlangen!

Beachtet man diese 10 Prinzipien und setzt sie im Kampf um, erlangt man die Fähigkeiten, mit den drei Kräften des Tsat Hsing Tong Long Pai seinen Gegner zu besiegen.

Die drei Kräfte lauten:
Die lange Kraft:
Fauststöße kommen aus der Hüfte. Damit wird ein Zusammenspiel der Kraft aus Hüfte und Schulter trainiert! Diese Kraft nennt man "positive Kraft"!

Die kurze Kraft:
Die verborgenen Kräfte der Hüfte, Schulter, Ellbogen und Handgelenke kann man durch die Zuhilfenahme einer Drehung des Handgelenks entfalten. Dies nennt man auch die "negative Kraft"!

Die geliehene Kraft:
Wenn man selbst in absoluter Balance ist und die Kraft des Gegners aufnimmt, um ihn aus derselben zu bringen, kann selbst ein Mehrfaches an Gewicht bewegt werden! Dies nennt man die "geliehene Kraft"!

© Jochen Wolfgramm
Bailung Osnabrück / VFCK



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