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Wing Chun Trainingsaufbau



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Die Basis des Wing Chun Trainings ist das Trainieren der Formen. Der Schüler erlernt zuerst die drei Handformen, Siu Lim Tao, Cham Kiu und Biu Tze. Begleitend kann dazu schon das Training an der Holzpuppe begonnen werden, das dem Schüler vor allem das Gefühl für Entfernungen, Druck und Winkel zum Gegner vermittelt.

Neben den Formen beginnt der Schüler die erlernten Bewegungen in Partnerübungen zu trainieren und auszuprobieren. Auch hierbei ist es wichtig ein Gefühl für Distanzen, Winkel und Druck einer Bewegung zu entwickeln, bevor man dazu übergeht einen Schüler eine Technik gegen "Reale", d. h. härter geführte Angriffe, üben lässt.

Ebenso beginnt der Wing Chun Schüler frühzeitig mit der Gefühlsschulung. Dazu wird zuerst das Dan Chi (einarmiges Chi Sao) an den Schüler vermittelt. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass nicht zwei Anfänger miteinander trainieren, sondern ein Schüler als Partner ausgewählt wird, der diese Übung bereits gut ausführen kann. Dies vereinfacht die Vermittlung ungemein, da der ältere Mitschüler (Si Hing) seine Erfahrungen an den Neuling weitergeben kann.

Nach dem Dan Chi beginnen die Schüler das Chi Sao zu erlernen. Im Lo Man Kam Wing Chun System wird hierbei ebenfalls mit einem älteren, erfahrenen Schüler, bzw. einem Trainer trainiert, der gelernt hat den Neuling in verschiedene Situationen zu führen, in denen er bestimmte Techniken anwenden muss.

Des Weiteren werden Schritttechniken, Lap Sao Übungen, Wendungen, Kicktechniken und Strategien von Angriff und Verteidigung an den Schüler vermittelt. Im Laufe des Trainings entwickelt der Schüler eigene Wege und Strategien gegen Angriffe durch Kombination erlernter Bewegungsabläufe. Aus den Techniken, die er im Training vermittelt bekommt, wählt er die Techniken aus, mit denen er sich am wohlsten fühlt und die ihm die größte Sicherheit geben. Deshalb stellt man bei der Beobachtung eines Trainings von fortgeschrittenen Wing Chun Schülern fest, dass jeder eine andere Technik verwendet, andere Abschlusstechniken benutzt, aber trotzdem immer Bewegungsabläufe verwendet, die aus dem System stammen. Nur wenn im Training die Individualität der Schüler gefördert wird, ist er später in der Lage innovativ zu handeln und zu reagieren.

Dies sollte eine der Hauptaufgaben eines Trainers sein. Er sollte Schüler in ihren Stärken fördern und sie unterstützen die erlernten Techniken bestmöglich umzusetzen. Ein Trainer sollte die Stärken der Schüler kennen und ihnen verschiedene Wege aufzeigen können. Große Schüler bedürfen anderer Techniken und Wege als es kleine Schüler tun. Das Wing Chun System ist so ausgelegt, dass jeder seine körperlichen und bewegungstechnischen Vorteile nutzen kann, ohne sich an vorgegebene Bewegungsabläufe halten zu müssen.

Dies ist der größte Vorteil, den ich in unserem System sehe. Wing Chun ist so konzipiert, dass jeder "sein" Wing Chun entwickeln kann. Trainer haben hierbei eine gleichsam schwierige Aufgabe zu meistern, da sie in der Lage sein müssen, verschiedene Möglichkeiten einer Abwehr zeigen zu können, auch wenn diese nicht zu ihren "favorisierten" Techniken zählen. Deshalb ist es ein großer Unterschied ob man Wing Chun trainiert, um bestmöglich verteidigungsfähig zu sein, oder ob man lernt "How To Teach", wie Sifu Lo Man Kam immer sagt. Beides ist eine Herausforderung und ich bin froh, dass mein Sifu mir dabei hilft, diese Aufgabe zu bewältigen.

© Marc Debus
Lo Man Kam Wing Chun



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