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Zui Quan -

Spektakuläre Kampftechniken



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Betrunkenen Kung-Fu ist eine der spektakulärsten Arten des Kämpfens im chinesischen Kung-Fu. Es gibt einige unterschiedliche Nördliche und Südliche betrunkenen Kung-Fu Formen und Zui Quan ist der Oberbegriff für diese Stile. Die Beschreibung und die Bewegungen des jeweiligen Stils symbolisieren eine Person, die betrunken ist und die Bewegungen - wie auch der Praktizierende – sehen schwerfällig und kraftlos aus.

Eine Legende erzählt, dass ein Praktizierender wen er einmal in einen Kampf involviert ist, besser kämpfen könne, wenn er zwischen seinem Gegenangriff und Attacke einen "Trink" nehmen würde. In einer Betrunkenenform finden sich viele "Zuprostgesten", als würde nach einem Nachschlag verlangt. Die Hand- und Fingerhaltung ist so, als ob der Praktizierende ein Glas in der Hand halten würde.

Der Stil des Betrunkenen ist ein sehr effektives System, da die Angriffs- und Verteidigungsbewegungen des Praktizierenden den Gegner konstant überraschen. Die Formen beinhalten Konter- und Angriffsbewegungen aus allen Entfernungen, von Bodenarbeit bis zu kopf hohen Schlägen. Im Zui Quan stockt, watschelt, fällt und schwankt der Kämpfer wie ein Betrunkener. Dieser Stil kann sowohl zum Kämpfen als auch zur Erhaltung der Gesundheit benutzt werden. Aber die Kämpfer in diesem Stil beweisen auch die kampferprobte Seite ihres Stils. Sie vermischen eine ganze Serie von Bewegungen, Aktionen und Fähigkeiten der Kampfkünste und verwirren so ihren Gegner, was oft zu überraschenden Siegen führt.

Die Ausführung des Zui Quan verlangt sowohl extreme Flexibilität der Gelenke, als auch Weichheit, Geschicklichkeit, Kraft und Koordination, was man alles in der Ausbildung entwickelt. Hauptziel des Stils ist es, Angriffstechniken hinter den scheinbar unsicheren Bewegungen und Aktionen eines Betrunkenen zu verbergen, um den Gegner zu verwirren. Einen klaren Geist hinter einer vorgespielten betrunkenen Fassade zu bewahren, das ist das hauptsächliche Ziel dieser Kampfkunst.

Zui Quan Kämpfer müssen reaktionsschnell mit den Augen sein und dies mit einer guten Faustarbeit kombinieren. Sie bewegen sich mit unregelmäßigen Schritten, aber mit einem flexiblen Körper, der Härte und Weichheit kombiniert. Sie müssen schnell sein, um einen Vorteil gegenüber ihrem Gegner zu haben. Aber die Haupttaktik des Betrunkenen-Kämpfers besteht darin, Gelassenheit zu simulieren. Wenn er einen Angriff startet und eine Bewegung in eine Richtung vortäuscht, aber gleichzeitig und plötzlich aus einer anderen Richtung angreift, dann sind diese verwirrenden Techniken für den Gegner nicht vorhersehbar. Verschiedene Reichweiten der Bewegungen und der Ausdruck in den Augen stellen verschiedene Stadien der Betrunkenheit dar.



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Es gibt viele Formen des Betrunkenen-Stils, wie zum Beispiel der betrunkene Affe aus dem Affen Stil. Das Konzept hinter dem Zui Quan ist, sich zu bewegen, als wäre man betrunken und zugleich kampfunfähig, harmlos und orientierungslos. Der Gegner merkt diese Täuschung meist zu spät. Das Geheimnis hinter diesen Techniken ist das plötzliche Explodieren der Kraft aus unbeholfenen Positionen. Die Fußarbeit ermöglicht es dem Praktiker zu taumeln, zu schwanken und zu fallen, ohne sich dabei Schaden zuzufügen, auf eine Stellung auf den Zehenspitzen folgt eine zusammengekauerte Haltung, was Gegner extrem verwirrt.

Die wahrscheinlich bekanntesten Techniken sind die der 8 Unsterblichen. Diese Techniken beziehen sich auf die alte chinesische Idee der 8 Unsterblichen. Legenden erzählen, wie diese auf ein Bankett in einem Unterwasserkönigreich eingeladen wurden, aber alle von ihnen wurden betrunken und fingen an zu randalieren. Die gesamten Wächter des Königreiches griffen an, ihre Gegner waren ja scheinbar betrunken, aber die Unsterblichen erfanden sofort einen improvisierten Stil und besiegten die Wächter.

Obwohl es zahlreiche Variationen der betrunkenen Techniken gibt, so sind doch die verbreitetsten die der Fünf-Betrunkenen-Tiere, die auf den Fünf-Tiere-Techniken beruhen, und einige der betrunkenen Waffenformen, so wie die Betrunkenen-Stock-Techniken. Eine bekannte Handform ist die Becherform, wobei nicht sicher ist, ob diese Übersetzung genau zutreffend ist. Es ist eine Handform, die das Halten eines kleinen chinesischen Reiswein-Gefäßes oder Kruges repräsentiert. Auch während des Fallen schlägt der Praktizierende schnell, täuscht dann einen Gegenangriff vor oder rollt seitlich aus der Gefahrenzone. Noch heute werden die Betrunkenen-Techniken in vielen nördlichen und südlichen Systemen unterrichtet. Jedoch ist das Erlernen eine große Herausforderung für den Praktizierenden, da sowohl geistig und körperlich ein Höchstmaß an Anstrengung abverlangt wird.

© Ali Ol / Björn Henke
Kung-Fu WebMag /
German Chow Gar Association / VFCK



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