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Anqi -

Geheime Waffen im alten China



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Für die Kategorisierung von Waffen existieren in China und Europa unterschiedliche Systeme. Ein traditionelles chinesisches Einteilungssystem ist die Unterteilung in achtzehn Waffen beziehungsweise Kampfkünste. So ist Shiba Banwuqi die Bezeichnung für die "achtzehn klassischen Waffen des Shaolin-Klosters". Tatsächlich wurde im alten Shaolin-Kloster aber eine sehr viel größere Anzahl von Waffen verwendet. Tatsache ist, dass China mit weit über 200 verschiedenen Waffen das mit Abstand größte und vielfältigste Waffenrepertoire in Asien hervorbrachte. Somit erscheint die traditionelle Einteilung der Waffen in achtzehn Arten unzureichend für die Kategorisierung der chinesischen Waffen. Denn diese Einteilung spiegelt die Vielfalt der Waffentypen des Wushu/Kung-Fu nicht wieder und lässt vor allem jene Waffen außer acht, die im Chinesischen als geheime Waffen - Anqi - bezeichnet werden. Da Anqi eine Waffengruppe bezeichnet, die in Europa unbekannt war, drückt diese Kategorie eine Spezifik der chinesischen Kampfkünste aus.

Anmerkung zu achtzehn klassischen Waffen des Shaolin-Klosters: Es handelt sich hierbei um den kurzen Stock (Bang), die Keule (
Chui), den Säbel (Dao), die Axt (Fu), die gekreuzte Hellebarde (Ge), den Bogen (Gong), die Lanze mit zwei Spitzen (Ji), das Schwert (Jian), die Kette mit Gewichten (Lian), die weiche Lanze (Maoqiang), die Armbrust (Nu), die Harke (Pa), das Schild (Pai), den Dreschflegel (Pien), den Speer (Qiang), die Kreuzklinge (Tcheu), den Wurfhaken (Wo) und das große Kriegsbeil (Yue).

Waffen nahmen von jeher eine zentrale Position in der traditionellen chinesischen Kampfkunst ein und kennzeichnen somit das traditionelle Wushu als wahre Kampfkunst. Die meisten Waffen des chinesischen Wushu haben einen militärischen Ursprung und entwickelten sich aus den kriegerischen Auseinandersetzungen im alten China. Stangenwaffen, das sind Waffen mit langem Schaft, aber auch Äxte, Pfeil und Bogen zählten zu den gebräuchlichsten Waffen. Dennoch hatten militärische Waffen keinen Symbolcharakter, weil das Militär in China keineswegs angesehen war. So existierte auch keine führende militärische Kaste vergleichbar den Samurai Japans oder den Rittern im mittelalterlichen Europa. Das Fehlen einer abgeschlossenen militärischen Schicht erwies sich jedoch sowohl für die Waffenentwicklung als auch für die Waffenhandhabung in China von entscheidender Bedeutung. Zahlreiche Waffen, aus Alltagsgegenständen und landwirtschaftlichen Geräten gefertigt sowie Geheimwaffen, bereicherten das chinesische Waffenrepertoire auf spezifische Weise, sodass es zu einem der Reichhaltigsten und Vielfältigsten der Welt werden konnte. Hierbei spielten die geheimen Waffen vor allem in Zeiten der staatlichen Repression eine zentrale Rolle, denn staatliche Waffenverbote regten den Einfallsreichtum auf einzigartige Weise an. Aus diesem Grund erfreuten sich die geheimen Waffen in der Qing-Zeit (1644-1911) einer besonderen Beliebtheit.

Staatliche Waffenverbote führten somit zur Entwicklung und Herausbildung von zahlreichen Behelfs- und Hilfswaffen, die zum Teil auch Eingang im Heereswesen fanden. Beispielsweise gab es einige Hilfswaffen, die den Kampf mit den Fäusten verbessern sollten. Denn waren Waffen verboten, müsste die Wirkung der Schläge durch spezielle Handwaffen oder Totschläger optimiert werden. So beschreibt der Shaolin-Mönch Deqian in einem "Sammelband über die gebräuchlichsten Waffen des Shaolin-Klosters", der auf den Schriften "Leitfaden der Waffen Shaolins" und "Shaolins wundersame Hiebaxt" beruht, eine Reihe dieser Hilfswaffen. Obwohl die in den Schriften abgebildeten Waffen für den Faustkampf nicht zu den geheimen Waffen zählen, stellen sie dennoch einen festen Bestandteil des traditionellen chinesischen Waffenrepertoires dar. Spezifische Waffen wie der Reizpunktnagel (Dianxueding), die eiserne Kralle (Tiezhuazi) oder auch das Handschutzbeil (Hushouyue) ermöglichten differenzierte Kampftechniken, die über die Möglichkeiten der bloßen Hand hinaus reichten. Mit diesen Hilfswaffen versuchte man, auf die Reizpunkte einzuwirken und eine Hemmung des Qi- und Blutflusses beim Gegner herbeizuführen.

Obwohl die geheimen Waffen in China neben den Regulären eine eigene Kategorie darstellen, machen sie aber auch einen inhärenten Bestandteil der chinesischen Kampfkunst aus. Sie fanden jedoch in den Enzyklopädien und Militärhandbüchern kaum Erwähnung, da sie für militärische Bedürfnisse, als Kriegswaffen, im Allgemeinen wenig bedeutsam waren. Innerhalb des Volkes spielten sie jedoch eine sehr wichtige Rolle, lag der Vorteil geheimer Waffen doch darin, dass sie nicht unmittelbar als Waffen identifiziert werden konnten. Zu dieser Waffenart können beispielsweise ein in einem Stock verborgenes Messer oder auch Gifte gezählt werden. Da diese Waffen zudem unauffällig unter der Kleidung getragen werden konnten, wurden sie auch als verborgene Waffen bekannt. Zu dieser Art von Waffen zählen beispielsweise der Lotusmessingstab, auch Knoblauchkopf (Suantou) genannt, der Lotushammer (Lian Hua Chui) sowie die Messingmelone (Tong Gua). Dies sind Waffen, die leicht in einem weiten Ärmel versteckt werden konnten. Sie stellen zudem seltene, ungewöhnliche Waffen dar, die primär zur Selbstverteidigung verwendet wurden. In die Kategorie der verborgenen Waffen gehört darüber hinaus auch Chui. Es handelt sich bei Chui um einen kurzen Eisenstab, der an einem Ende eine schwere, massive Eisen- oder Messingkugel trägt. Man unterscheidet zwischen Shou (Hand) Chui, Xiu (Ärmel) Chui, Wan (Handgelenk) Chui und Zhou (Ellbogen) Chui. Chui ist eine äußerst heimtückische Waffe für den Nahkampf, denn ein einziger, gezielter Schlag mit dem Kopf dieser Waffe, kann den Schädel des Gegners zerschmettern. Die hier erwähnten geheimen Waffen zählen zu den Streitkolben, die man aber auch im westlichen Europa, ebenso wie auf dem Balkan, im türkischen Reich und in Indien kannte. Im chinesischen Mittelalter war der "Streitkolben" eine sehr populäre Waffe. Auch in der Yuan-Zeit (1279-1368) fand der Streitkolben häufige Verwendung. In der Ming-Zeit (1368-1644) wurde das vorhandene Repertoire durch zwei langschäftige Streitkolben ergänzt, nämlich durch zwei Varianten der Messingmelone (Ligua, Wogua, auch Tong Gua), deren Namen sich von ihrer Melonenform ableiteten.

Zu Streitkolben:
In Europa gehörte der Streitkolben meist als Zweitwaffe zur Ausrüstung der Reiter in Form einer kurzschaftigen Schlagwaffe mit unterschiedlichem Schlagkörper. Die Schlagwirkung wurde durch die Form der Schlagblätter wesentlich beeinflusst. Um die Effizienz zu erhöhen, entwickelten sich daraus Schlaghämmer, deren Spitzen Rüstungen durchdringen konnten.

Entscheidend für den erfolgreichen Einsatz der geheimen Waffen war der Überraschungseffekt. Somit handelt es sich bei den verborgenen Waffen zumeist auch um "indirekte Waffen", die als solche nicht unmittelbar erkannt werden konnten. Zu diesen Waffen zählen auch Gegenstände des täglichen Gebrauchs wie Schirme, Körbe, Rechen oder der Hocker (Deng), der in China als Lieblingswaffe der Wirtsbesitzer galt. Auch Akupunkteure entwickelten aus gebräuchlichen Gegenständen ihre eigene, bemerkenswert effektive Methode der Selbstverteidigung, die für Ärzte und Gelehrte verpflichtend wurde. Einige trugen Nähnadeln der Frauen in ihren Taschen, sodass sie, im Falle eines Angriffs, die Vitalpunkte des Gegners stechen konnten. Andere banden fünf giftgetränkte Nadeln in einem Bündel zusammen ("Pflaumenblüten-Nadeln"). Diese bewahrten sie, zur Benutzung bereit, in einer schmalen Bambusröhre auf. Dennoch entstanden die meisten geheimen Waffen, wie auch der fliegende Säbel, der Wurfspeer oder die Wurfgabel, durch Modifikation herkömmlicher Waffen. Indem Größe und Gewicht reduziert wurden, konnten sie unauffällig mitgeführt und im passenden Moment auf den Gegner geschleudert werden.

Zu indirekte Waffen:
Direkte Waffen hingegen sind solche, die sofort als Waffen erkannt werden können, wie zum Beispiel die Hellebarde, der Säbel oder der Speer. Es handelt sich bei den direkten Waffen zumeist um reine Kriegswaffen, die nur selten von einfachen Bürgern benutzt wurden, da ihre sehr auffällige Form ein unbemerktes Mitführen unmöglich machte.

Oftmals wurden Alltagsgegenstände in Waffen verwandelt. So wurden Kämme, Pfeifen, Fächer (Shan) oder Küchenmesser zu Waffen umfunktioniert, wobei gleichzeitig artspezifische Techniken ersonnen wurden. Beispielsweise wurden Essstäbchen als Stichwaffen genutzt und das Messer, wie das chinesische Essbesteck (Dao Kuai) im Allgemeinen, wurde häufig als Wurfwaffe verwendet. Solche Alltagsgegenstände, wie Fächer Essstäbchen aber auch Pinsel, nutzte man, um gezielt auf Reizpunkte einzuwirken. Teilweise verwendete man statt der üblichen hölzernen Essstäbchen Exemplare aus Bronze. Auf diese Weise wurde ein Gegenstand des täglichen Bedarfs in eine Waffe verwandelt, die jedoch nur durch die medizinische Kenntnis der Reizpunkte einen praktischen Sinn ergab. Ähnliche Überlegungen führten auch zur Entstehung eiserner Fächer und anderer spezifischer Waffen, deren Funktion auf den ersten Blick nicht erkennbar war, und die daher überraschend eingesetzt werden konnten. Obwohl die Verwendung dieser Waffen zum Teil eine Übertragung des Wissens über die Reizpunkte aus dem Bereich der Medizin voraussetzte, wurden diese Waffen meist von der einfachen Bevölkerung benutzt und waren deshalb stark verbreitet. Aus diesem Grund bezeichnet man sie auch oft als Volkswaffen. Zu bemerken ist, dass die meisten alltäglichen Geräte aus der Landwirtschaft oder aus dem Haushalt stammten. Die ungewöhnlichen Waffen wurden daher meist von alltäglichen Gegenständen abgeleitet, jedoch auch stark umgestaltet. Sie wurden nicht nur von Bauern benutzt, sondern gehören zum Teil auch zu den "kuriosen" Waffen der Kampfkünste.

Zu Fächer:
Der Fächer (Shan) war unter den Beamten als Waffe sehr beliebt.

Zu den so genannten kuriosen Waffen der chinesischen Kampfkunst zählt beispielsweise die Wurfkralle (Feishou Shaosha), die auch als fliegende Klaue (Feizhua) bekannt ist. Als Seilwaffe gehört die Wurfkralle in die chinesische Kategorie der "weichen Waffen" (Ying Ruan Bing), da sie im Vergleich zu den starren Waffen in sich beweglich ist. Bis auf den Dreschflegel und dem daraus hervorgegangenen "Kettenmorgenstern" waren Waffen dieser Art in Europa gänzlich unbekannt. Das chinesische Repertoire ist dagegen vergleichsweise groß. Es reicht von verschiedenen Ausführungen des Dreschflegels, wie beispielsweise dem Kampfdreschflegel (
(Siang Jit Gwun) und dem Dreschflegel aus Bronze (Wu Tie Jian), bis zu Seilen und Ketten unterschiedlicher Länge mit spezifischer Funktion. Der Dreschflegel ist ein Beispiel für die Umfunktionierung eines Werkzeugs zur Waffe. Er bestand aus einem Schaft, an dem eine Kette mit Schlagkörper angebracht war und gehört deshalb entsprechend seiner Konstruktion und Handhabung zum Typ der Schlagwaffen. Zu dieser Gruppe gehört auch die Wurfklaue, die als "kuriose" Waffe in der Ming-Zeit auch im Militär Verwendung fand. So beschreibt Mao Yuanyi im Wubeizhi, den Aufzeichnungen über das Militär aus der Ming-Dynastie, den Gebrauch von zwei Wurfklauen.

Zu weichen Waffen:
Zu den weichen Waffen zählen auch Eisenpeitschen und Gliederstäbe, wie beispielsweise die neunteilige Peitsche (
Jiu Jie Bian) oder die 40 Gliederpeitsche. Siehe Geschichte des Quanfa und die traditionellen chinesischen Waffen im Seven Star Mantis Kung-Fu.

Zu Kettenmorgenstern:
Im Gegensatz zum chinesischen Typ des Dreschflegels weist das europäische Pendant stärkere Züge einer Waffe auf. Meist wurde der Schlagkörper mit Eisendornen besetzt, die auch Rüstungen durchschlagen konnten. Der Morgenstern fand vor allem im dreißigjährigen Krieg (1618-1648) Verwendung und war zu der Zeit eine in Europa überall verbreitete Waffe mit kurzem Schaft und einem mit Stacheln bestückten Kopf. Der Kettenmorgenstern ist eine Variante des Morgensterns, bei dem der Kopf nicht direkt am Schaft befestigt war, sondern an einer Kette hing. In der Ausführung mit kurzem Schaft gehörte der Kettenmorgenstern bereits im Mittelalter zu den regulären Waffen.

Die "fliegenden Krallen" werden aus reinem Eisen in Form einer Adlerklaue geschmiedet. Die fünf Finger sind in der Mitte beweglich genietet. Beide Krallen sind mit einer langen Schnur verbunden. Wenn man gegnerische Truppen angreift, nimmt man einen starken Soldaten, um sie zu schleudern. Wurde jemand getroffen, so konnte er danach nicht mehr fliehen.

Die beiden Krallen wurden also mit einer Schnur verbunden, wobei eine weitere dazu diente, dass sich bei Zug die Krallen tief ins Fleisch des Gegners gruben. Waren zwei Ziele getroffen, so war eine Flucht ausgeschlossen. Weitere Klauentypen, die auch im Militär Verwendung fanden, waren die Adlerkralle (Ying Zhao) sowie ferner der Klingenzerstörer (Duan Ren). Die Adlerkralle ist ein eiserner Stab, der eine Klaue mit drei Gliedern besitzt. Sie ist eine sehr heimtückische Waffe, mit der ein geübter Kämpfer einem Gegner jegliche Art von Rüstung und Waffen entreißen kann. Die Adlerkralle sowie auch der Klingenzerstörer eignen sich besonders gut, um Schwerter und andere Griffwaffen für Hieb und Stich zu ergreifen.

Eine ganze Reihe von Ketten- und Seilwaffen war sich sowohl in Aufbau, Anwendung und Funktion ähnlich. Hierbei steht der "Wurfpfeil" (Biao) stellvertretend für eine ganze Reihe von Wurfgeschossen, die über eine gewisse Distanz mit der Hand geworfen wurden. Der Pfeil, dessen dreikantige Metallspitze flach nach hinten auslief, wurde aus dem Handgelenk geworfen und konnte über eine Distanz von vierzig Schritten das Ziel treffen. Dies war möglich, da die Gesamtlänge des Wurfkörpers nur 10-16 cm betrug und sein Gewicht, zwischen 300g und 350g, relativ gering war. Zur Flugstabilisation der Pfeile trugen meist Seidenbänder bei. Der mit einem Seil verbundene Pfeil konnte die Augen gefährlich treffen. Zu den geheimen Wurfwaffen zählen aber auch geschliffene Steine sowie geschliffene Geldmünzen, (Haar-) Nadeln, Stahlkugeln, Dolche, Säbel, Schwerter, Speere, Gabeln und Wurfsterne. Hierbei stellt auch der fliegende Hammer, der auch als Meteorhammer (Liu Xing Chui) bekannt ist, eine ungewöhnliche Kettenwaffe dar, deren Griffstück, die Ketten, über das Handgelenk gezogen wurde. Die zwischen Kopf- und Griffstück angebrachte Kette konnte über zehn Meter Länge betragen. Eine solche Waffe konnte relativ unauffällig unter der Kleidung, um den Köper gewickelt, getragen werden. Beim Einsatz konnte man entweder durch Schwung die Kette um den Gegner winden, um ihn zu erdrosseln oder zu Fall zu bringen. Die Tradition dieser Wurfwaffen findet sich auch in anderen ostasiatischen Kampfkünsten. Beispielsweise waren die Gegenspieler der Samurai, die japanischen Ninja, für ihre Wurfgeräte berühmt und gefürchtet.

Zu Wurfpfeil:
Eine kurze, geheime Waffe, die sich wie der Wurfpfeil gut in der Handfläche halten lässt, ist Zhang Bian (Handstock). Dies ist eine heimtückische Waffe, mit der man den Schädel des Gegners leicht zertrümmern kann.

Waffen bildeten einen unverzichtbaren Bestandteil der traditionellen Kampfkunst Chinas. Im Gegensatz dazu spielten Waffen in der westlichen Kampfkunst eine geringere Rolle. Hierbei stellt die Kategorie der geheimen Waffen (Anqi) eine Spezifik der chinesischen Kampfkünste dar und konstituiert einen inhärenten Bestandteil dieser Kampfkunst. Die geheimen, aber auch die Hilfswaffen, erscheinen somit als ein Phänomen, das die gesellschaftlichen Verhältnisse Chinas bis zu einem gewissen Grade widerspiegelt. Denn diese Waffen erfreuten sich insbesondere in der Qing-Dynastie, einer Zeit der staatlichen Repression, einer besonderen Beliebtheit. Sie sind somit auch als eine Reaktion auf das staatliche Waffenverbot jener Periode zu verstehen. Die geheimen Waffen waren weitgehend an eine Gesellschaftsschicht, nämlich an das einfache Volk, gebunden. Deshalb wurden viele Alltagsgegenstände und landwirtschaftliche Geräte regelrecht zu Volkswaffen umfunktioniert. Zudem veranschaulicht die Existenz der geheimen Waffen, wie sehr die Kampfkunst Chinas mit Erkenntnissen der traditionellen chinesischen Medizin verbunden ist. Denn die Verwendung der meisten geheimen Waffen setzte ein Wissen über die Leitbahnen und Reizpunkte voraus. Einige der geheimen Waffen, wie beispielsweise der Meteorhammer, wurden in der Kampfkunst schließlich zu den so genannten "kuriosen" Waffen.

Quellenangaben:
Collani, Claudia: Die Entwicklung der Kampfkünste im Fernen Osten. www.siebold-forum.de

Filipiak, Kai: Die chinesische Kampfkunst. Spiegel und Element traditioneller chinesischer Kultur. Leipziger Universitätsverlag 2001

Geschichte des Chuan Fa: www.psds.de

Lind, Werner: Das Lexikon der Kampfkünste. Berlin. Sportverlag 2001

Müller, Niclas & Claus von Wagner: Der Söldner im Dreißigjährigen Krieg. www.kriegs.historicum.net

Schmude, Roland: Wu Shu / Gong Fu. www.dim-mak.de

Die verbotenen Vitalpunkte: www.argedon.de

Waffenkampf im Karate-Do: www.karate-gemeinschaft.de

Waffen und Geräte(-Formen): www.haolay.de

© Sirinya Pakditawan
Email Sirinya Pakditawan



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