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Hau Wan -

Der Affenring

Der Metallring oder Affenring ist eine sehr berühmte Waffe des Affenstils. Genauso wie der Affenstab (Hou Tzi Gun oder auch Hau Ying Gwun). Beide Waffen beruhen auf Erzählungen und Geschichten des legendären Affenkönigs in vielen chinesischen Sagen. Unter anderem galt der Langstab als eine stützende Meeressäule, die der Affenkönig gestohlen hatte, um sich gegen die Götter anzulegen, damit er deren "Früchte der Unsterblichkeit" fressen konnte. Er konnte seinen Stab zu jeder beliebigen Größe zu jederzeit verändern. Eines Tages wollte er sich sogar gegen Buddha auflehnen. Doch dieser setzte ihm durch einen Trick einen Metallring um den Kopf. Der Affenkönig wurde bestraft, mit Buddhas Sohn durch ganz China zu wandern. Er musste seinem Sohn gehorchen. Denn rannte er weg konnte sich der Ring den der Affenkönig auf den Kopf trug durch die Gedanken von Buddhas Sohn immer enger zusammenziehen. Doch im Laufe der vielen Predigten lernte der Affenkönig dazu und wich diesem nicht mehr von der Seite und diente ihm als unbezwingbaren Beschützer. Immer bewaffnet mit dem Langstab und seinem Metallring konnte er diese fürchterlichen Waffen einsetzen. In diesem Bericht wird nun beschrieben, mit welchen Techniken diese Waffe gehandhabt wurde.

Der Affenring ist eine sehr seltene Waffe und kaum bekannt. Leider wird diese Waffenart heute kaum noch praktiziert. Viel bekannter ist natürlich der Affenstab. Doch damit diese Waffe einfach nicht in Vergessenheit gerät, sollte man sie, wie in diesem Bericht einfach mal vorstellen. In einigen Kung-Fu Systemen ist diese Waffe auch unter Gam Wan oder auch Jin Wan bekannt, was so viel heißt wie "Metallring". Der Metallring besteht aus Metallrohr und nicht, wie öfter schon mal geglaubt wird, aus Vollmetall. Das macht diese Waffe leichter und schneller in der Anwendbarkeit bei Aktionen.

Ein weiterer Vorteil dieser Waffe ist, dass der Metallring früher niemals als eine wirkliche Waffe angesehen wurde. Er hatte keine scharfe Klinge und es war kaum zu glauben, dass man jemanden damit verletzen konnte. Doch wer den Einsatz dieser Waffe mal erleben kann, der kann sich die verheerende Wirkung der Techniken vorstellen. Oft sieht man diese Waffe als blanken Ring wie auf den Bildern. Manchmal gibt es ihn in einer Version, wo ein kleiner Teil des Ringes mit Griffband oder einem Kordel umwickelt ist, welches das Durchrutschen der Hand verhindert. Selten sieht man das diese Waffe schon mal als Paar eingesetzt wird. Im Stil des Affen Kung-Fu ist es eine nicht wegzudenkende Waffenform, genauso wie der Affenstock.

© Bruno Dorp
Miu Hun Hung Kuen Wesel / VFCK



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Bildergalerie

Die typischen Affenhaltungen sind die lockeren Stellungen, die oft in einer tiefen oder manchmal fast verspielten Position ausgeführt werden. In der Kniehaltung mit dem Ring in der einen Hand und mit der Affenklaue auf dem Boden erwartet der Ringhalter den Angriff seines Gegners, der mit einem Säbel bewaffnet ist und diesem mit einem geraden Angriff konfrontieren will.  
Der Ringträger weicht dem Angriff schnell zurück und umstülpt den Säbel mit dem Ring. 
Dabei schützt er seinen Körper in einer seitlich ausweichenden Haltung mit einem gebeugten Körper, damit der Bauchbereich nicht gefährdet ist.  
Durch ein schnelles und wuchtiges Umhebeln des Ringes wird der Säbel nach hinten geknickt und der Angreifer verliert die Kontrolle über seine Waffe. 
Einbeinig lehnt sich der Ringträger nach vorne und streckt sein Bein dabei nach hinten um eine bessere Gleichgewichtskontrolle zu bekommen und so die Distanz zum Gegner zu verkürzen. 
Fast gleichzeitig stülpt er seinem Gegner den Ring über den Kopf. 
Zum Schluss lehnt sich der Ringträger nach hinten und stößt dem Gegner seinen Fuß in den Rücken. Durch diese Bewegung wird der Gegner vom Ring gewürgt. Der Ringkämpfer ist nun in einer umgekehrten Gleichgewichtsposition, indem er sein Körper nach hinten verlagert hat und sein Bein als Angriffswaffe vorne hat 
Eine weitere Waffe ist Hau Ying Gwun, der Affenstab. Gehen wir nun davon aus, dass der Gegner nun mit dieser bewaffnet ist.

Der Gegner hat nun mit seiner Waffe eine größere Reichweite und holt zu einem gewaltigen Schlag von oben nach unten aus. Der Ringträger geht in einer leicht geduckten Haltung nach unten um den Angriff nicht entgegenzuwirken sondern um mit der Kraftrichtung zu gehen und blockt den Angriff aus einer hockenden Stellung. 
Da der Ring rund ist, rutscht der Stab seitlich an ihm vorbei. 
Auf den Boden unten angekommen wird Stock des Angreifers fixiert. Der Ringträger folgt mit seinem Ring dem Stab, um ihn auf den Boden zu führen und ihn dann mit einer Hand am Ende festzuhalten. 
Mit einer Rollbewegung seines Körpers entlang des Stabes drückt er nun den diesen nach unten und legt/rollt sich auf den Langstab. Dem Gegner ist nun nicht möglich seinen Stab unter dem Gewicht des Ringträgers wegzuziehen. Durch das Körpergewicht wird er gezwungen, sich nach unten zu bewegen. 
Aus der Rollbewegung heraus tritt der Ringträger seinem Gegner in die Kniekehle und zwingt somit seinen Angreifer in eine kniende Position. 
Der Ring wird nun mit großer Wucht in einem Bogen auf den Rücken des Gegners geschlagen...... 
....um ihn danach um den Hals des Gegners zu stülpen.  
Ähnlich, wie bei dem Säbelangriff, steht nun der Ringträger auf, um sein Knie in den Rücken des Gegners zu stoßen und an dem, über den Kopf des Gegners gestülpten Ring zu ziehen, um ihn zu würgen. 


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